Live-Screening

Live-Streaming spielt im Event-Bereich eine immer größere Rolle. Plattformen wie Twitter, YouTube und Facebook investieren kräftig in entsprechende Tools und Formate. Besonders interessant sind Live-Streamings für Eventplaner, denn eine Übertragung in Echtzeit untermauert die Bedeutung der Veranstaltung. Sie können ihren Kunden, Partnern und Influencern weltweit zeitgleich dieselben Informationen und Ereignisse liefern. Es ist keine professionelle Videoausrüstung erforderlich, sondern ein gutes Smartphone reicht aus. Wir blicken auf die sozialen Netzwerke und zeigen dir wie du eventkeeper.de für die Planung einsetzen kannst.

Mit Snapchat für die Jugend streamen

Streaming mit Snapchat

Mit Snapchat erreicht man die jüngste Zielgruppe.

Snapchat konzentriert sich auf das, was gerade wichtig ist. Die App basiert auf „Snaps“, also Bilder oder kurze Videos, die an einen oder mehrere Kontakte gesendet werden und nach dem Öffnen nur ein bis zehn Sekunden lang verfügbar sind. Darüber hinaus erstellen die Nutzer Bild- oder Videonachrichten, die für 24 Stunden verfügbar sind, bevor sie ebenfalls verschwinden.

Die Kurzlebigkeit der Nachrichten soll nicht von Eventplanern als Hindernis betrachtet werden, denn was in sozialen Medien gepostet wird, ist oft schon nach einigen Stunden irrelevant. Nutzer können jedoch ausgewählte Snaps und Stories auch in „Memories“ verwandeln und somit dauerhaft festhalten. So können sich die Snaps auch vorproduzieren und somit besser planen lassen.

Snapchat ist am besten für die Streaming von Veranstaltungen mit überwiegend jüngerem Zielpublikum geeignet. Die Nutzer in Deutschland sind durchschnittlich 13 bis 16 Jahre alt. Zum Aufpeppen der Aufnahmen bietet die App selbst zahlreiche Möglichkeiten. Videos können zusätzlich mit Filtern, Emojis oder Zeichnungen versehen werden und lassen sich beschriften oder mit Stickern bekleben.

Periscope twittert live

Periscope ist die Live-Übertragungs-Applikation von Twitter. Die größten Unterschiede zum Snapchat sind, dass Periscope die Möglichkeit bietet, die per App gestreamten Videos zu speichern, und dass die Twitter-Nutzer etwas älter als die des Snapchat sind.

Per Twitter erhalten alle Follower die Information, dass das Unternehmen nun live streamt.  Die Videos starten automatisch direkt im Tweet und die Installation der Periscope App oder das Einrichten eines Periscope Accounts ist nicht notwendig. Wenn ein Nutzer auf den Clip klickt, wird es im Full-Screen mit allen Periscope-Kommentaren und den Likes anderer Nutzer angezeigt. Einmal aufgenommen können die Unternehmen die Streams zudem auch noch auf den Unternehmensseiten oder für Marketing-Maßnahmen über Kanäle wie YouTube oder Facebook verwenden.

Facebook live bietet viele Funktionen

Facebook ist nun schon seit einem Jahr live und bietet den umfangreichsten Service auch für Eventplaner. Es kann bis zu 90 Minuten am Stück ein Livestream gesendet werden. Sobald der Livestream beendet ist, erscheinen die Live Videos dann unter Videos auf deiner Facebook-Seite.

Besonders interessant für Eventplaner ist hier die Einladungsfunktion: Die Events können mit Facebook, aber auch zum Beispiel durch  Twitter verteilt werden, um die potentiellen Teilnehmer vor Ort und online daran zu erinnern. Außerdem können Mitarbeiter, Bekannte, Sponsoren oder die Präsentierenden dazu ermutigt werden, ihr Netzwerk wiederum einzuladen. Auch Speichern der Videos und Verteilen nach dem Event sind möglich. Die Zielgruppe ist hier zudem am größten mit Kernzielgruppe im Alter von 25 bis 45 Jahren.

Instagram ist Live-Neuankömmling

Seit November 2016 bietet nun auch Instagram eine Live-Option für seine Nutzer. Besonders interessant soll dies für Eventplaner sein, die in visuellen Bereichen (z.B. Design, Restaurant oder Mode) tätig sind, denn ihre Zielgruppen sind auch häufig in Instagram unterwegs.

Bis zu 60 Minuten können die Follower so auf kreative Art und Weise unterhalten werden. Auf Wunsch kann man einen Kommentar anhängen oder Mitteilungen des Publikums ganz deaktivieren. Einige Eigenschaften hat die Facebook-Tochter Instagram von Snapchat geschnappt: Neben der 24 Stunden verfügbaren Stories, können Live-Videos gestreamt werden, die nur so lange abrufbar sind, solange die Übertragung läuft.

Um die neue Live-Funktion anzuwenden, müssen Nutzer zunächst in den Story-Modus wechseln. Dazu reicht ein Klick der „Live“-Option unter „Deine Story“-Icon oben links. Wird ein Live-Video in einer Story gestartet, erhalten alle Follower eine Benachrichtigung, das dauert derzeit allerdings mehrere Minuten.

Planung des Live-Streamings

Eventplaner Tool von eventkeeper.de

Mit einem guten Planungstool lassen sich auch die Live-Übertragungen im voraus planen. / Screenshot: eventkeeper.de

Impulsivität in sozialen Medien hat einen bestimmten Charme, aber für Eventplaner gilt es: Live-Streaming gut planen, trotzdem spontan bleiben! Denn wenn was Unerwartetes während der Veranstaltung passiert, soll man auch bereit sein, das gleich aufzunehmen. Bei der Planung ist es wichtig auszusuchen, welche Kanäle man nutzt. Als Eventplaner sollte man überlegen, wo sich interessante Ansatzpunkte ergeben und Gedanken darüber machen, in welchen Plattformen die Kunden oder Zielgruppen unterwegs sind. Und wer soll streamen? Eventkeeper.de bietet Möglichkeiten dafür, die Rollenverteilung vor und nach dem Event zu planen.

Rechtzeitig vor dem Event sollte der Eventplaner mit Ankündigungen Spannung aufbauen und einen Bezug zu aktuellen Ereignissen herstellen. Man kann zum Beispiel Gründe auflisten, warum sich die Teilnahme lohnt, die interessantesten Momente der Vorbereitungen dokumentieren, die Organisatoren vorstellen oder die Follower mit neuen Ankündigungen oder einen Blick hinter die Kulissen überraschen.

Was zählt, sind vor allem gute Ideen.